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WIE MAN GÖTTER DÄMMERT
Theater in der Kulturfabrik Helfenberg, OÖ
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DIE KOMÖDIE DER IRRUNGEN
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DER GROSSE ROSENGARTENSCHWINDEL
Theater Phönix
CANDIDE ODER DER OPTIMISMUS
Kammerspiele, Landestheater Linz
DIE AUTOMATISCHE PRINZESSIN
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GANZ UNTER UNS
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DER ZAUBERER VON OZ
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DIE KOMÖDIE DER IRRUNGEN
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DIE 39 STUFEN
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024: Nach Ragnarök

Liebe Besucher!

Nach der erfolgreichen Uraufführung meines neuen Stückes "Wie man Götter dämmert" im Theater in der Kulturfabrik 2017 darf ich meine nächsten Regiepremieren bekanntgeben: Ab 20.Oktober ist mein neues Kinderstück, diesmal für die ganz Kleinen, "Kuno kann alles" am Theater des Kindes in Linz zu sehen. Und ab 17.März 2018 meine Inszenierung des wunderbaren Rodgers & Hammerstein-Musicals "Carousel" in eigener Übersetzung an der Volksoper Wien, mit Daniel Schmutzhardt als Billy Bigelow.

Außerdem gibt es hier eine fotografische Retrospektive zu "Wie man Götter dämmert" von Anfang bis Apokalypse (Ragnarök...), wunderbare Bilder von Klaus Huemer.

Danke fürs Vorbeischauen!

Euer

Henry

 

17. August 2017, 16:18 Uhr

023: GÖTTER/GYPSY/GRIMM & Co.

Liebe Besucherinnen und Besucher!

Lange ist's her, dass ich mich hier zur Wort gemeldet habe! Nach einer (Regie)Auszeit in der Spielzeit 2016/17 und viel schöner Schreibarbeit melde ich dafür mit einigen neuen und schönen Projekten zurück.

Was steht also ins Haus? Zunächst am Sonntag, 23. März 2017, die Premiere meiner Übersetzung von Jule Styne, Arthur Laurents und Stephen Sondheims Musical GYPSY (in der Regie von Igor Pison). Mehr zu dieser Aufführung hier > 

Am Mittwoch, 26.Juli 2017 findet die Uraufführung meiner neuen Komödie WIE MAN GÖTTER DÄMMERT im Theater in der Kulturfabrik Helfenberg im oberen Mühlviertel, OÖ, statt. Ich führe selbst Regie und freue mich über eine wunderbares Team und Schauspielensemble. Das Stück erkundet die Welt der nordischen Mythologie: vergessene, wunderbare Geschichten um Loki, Odin, Thor und Co. Mehr dazu auf meiner Seite hier >, auf der Homepage vom Theater in der Kulturfabrik Helfenberg hier > und auf Facebook hier >! Achtung: nur vom 26.Juli bis 13.August 2017 zu sehen!

Nach diesem Sommertheaterabenteuer findet - voraussichtlich am 20.Oktober 2017 - die Premiere meines neues Stück für Drei- bis Fünfjährige am Theater des Kindes in Linz statt (in meiner Regie). Dazu demnächst mehr; das Stück ist gerade in Arbeit.

Dann freue ich mich sehr, nächste Spielzeit gleich dreimal an der Volksoper Wien vertreten zu sein, zweimal mit Neuübersetzungen klassischer Musicals, einmal mit einer Regie. Mehr dazu im April, wenn die Volksoper ihren Spielplan 2017/18 veröffentlicht. 

Außerdem war ich in letzter Zeit mit der englischen Übersetzung von Peter Lund und Thomas Zaufkes Musical GRIMM beschäftigt. Die Produzenten von Collaborative Artists Ltd, deren LA RONDE  am Bunker Theater bei den Off-West-End Awards eben als Beste Produktion nomiert wurde (hier >), planen eine Aufführung dieser neuen englischen Fassung von GRIMM in London! Sehr spannend. Daumen drücken! Watch this space! 

Ich freue mich auf diese vielen schönen und aufregenden Projekte und hoffe, euch dort begrüßen zu dürfen!

Henry

26. Februar 2017, 16:35 Uhr

022: Theaterfrei

Bertolt Brecht

Vergnügungen

[1954]

Der erste Blick aus dem Fenster am Morgen

Das wiedergefundene alte Buch

Begeisterte Gesichter

Schnee, der Wechsel der Jahreszeiten

Die Zeitung

Der Hund

Die Dialektik

Duschen, Schwimmen

Alte Musik

Bequeme Schuhe

Begreifen

Neue Musik

Schreiben, Pflanzen

Reisen

Singen

Freundlich sein.

11. Juli 2016, 09:33 Uhr

021: LAST CHANCE TO SEE...

..."Die Sommernachtsträumer" am Linzer Theater des Kindes. Die letzten Vorstellungen stehen bevor - siehe Termine rechts! Nur noch wenige Male verirrt sich Willem im Zauberwald...

Im Juni gibt es noch ein paar "Zauberer von Oz"-Termine an der Volksoper Wien - aber keine Sorge, weitere Vorstellungen folgen im Oktober, November und Dezember 2016. 

Ich genieße jetzt die freie Zeit, denn meine voraussichtliche nächste Inszenierung ist erst für Sommer 2017 geplant. Inzwischen wird gelebt, geliebt - und geschrieben. Watch this space.

Schöne Sommertage wünscht 
Euer Henry

01. Juni 2016, 15:13 Uhr

020: Familiengeschäfte

Die Premiere meiner jüngsten Inszenierung steht ins Haus, und zwar am Stadttheater Klagenfurt: Am 28.April 2016 wird dort Alan Ayckbourns "Familiengeschäfte" ("A Small Family Business") über die Bühne gehen. Es spielen u.a. Alexander Jagsch, Stephanie Katharina Schreiter, Isabel Schosnig, Martin Bermoser, Tim Grobe, Horst Heiss, Doris Prilop; ausgestattet hat der wunderbare Jan Meier. Es dürfte - nach heutigem Stand - ein durchaus spannender, unterhaltsamer Theaterabend werden, und ich lade alle sehr herzlich dazu ein. "Familiengeschäfte" ist NUR BIS 28.Mai in Klagenfurt zu sehen.

Ayckbourn schreibt zu seiner großartigen schwarzen Komödie aus dem Jahr 1987: 

"Ich wollte ein Stück über die Ehrlichkeit schreiben und darüber, dass es heute keine allgemein anerkanntes Sittengesetz mehr gibt. Noch vor hundert Jahren, im viktorianischen England, lebte jeder nach den zehn Geboten, sie existieren noch genau so, wie Moses sie überbracht hat. Und jeder fand das mehr oder weniger richtig. Heute hat jeder sein eigenes Sittengesetz, einige davon sind gut, manche sogar besser als die zehn Gebote. Und doch amüsiert und beunruhigt es mich manchmal etwas, wenn ich sehe, was Menschen zum Beispiel heute unter "ehrlich" verstehen. Die meisten Menschen in England wären sicher der Meinung, dass es keineswegs unehrlich ist, einen Finanzbeamten zu beschwindeln, denn er ist Freiwild – er versucht, Geld von einem zu bekommen, und man versucht ihn daran zu hindern. Wenn man also einen netten kleinen Trick entdeckt, mit dem man ein paar hundert Pfund sparen kann, dann ist das sehr, sehr gut. Wenn ich diesen Aschenbecher hier stehle, ist das nicht unehrlich – ich nehme ein Souvenir mit. Wenn ich diesen Tisch mitgehen lasse, dann ist das schon kritischer, und wenn ich schließlich das gesamte Mobiliar abtransportiere, dann ist das sicher kriminell. Ich habe also ein Stück geschrieben über einen Mann, der einen einzigen winzigen Kompromiss in seinem ansonsten einwandfreien Leben schließt, und zwar aus einem guten Grund: Er will seine Tochter, die eine winzige Flasche Shampoo für 87 Pence gestohlen hat, davor bewahren, wegen Ladendiebstahls angeklagt zu werden. Und dann zeige ich, wie dieser Mann das nun anstellt – hoffentlich mit dem Einverständnis des Publikums, denn ich glaube, die meisten Zuschauer werden sein Verhalten richtig finden und ihn nicht deswegen verurteilen. Aber dann verliert dieser Mann den Boden unter den Füßen, er weiß nicht mehr, wo er aufhören muss; und am Ende ist er in die beiden schlimmsten gesellschaftlichen Verbrechen verwickelt, die ich mir zur Zeit vorstellen kann: Mord und Drogenverkauf an Jugendliche; darunter seine eigene Tochter – es ist eine Tragödie. Ich wollte, dass die Zuschauer tief in diese Geschichte hineingezogen werden, bevor sie merken, dass sie da etwas sehr Schlimmes aushecken. Man kann sagen, dass das ein Trick von mir ist, aber ich meine, dass man so den Blickwinkel der Zuschauer verändern kann, sodass sie sagen: Ach ja, jetzt verstehe ich, wie leicht so etwas passieren kann."

24. April 2016, 13:49 Uhr

018: It's all about "Die Automatische Prinzessin"

Liebe Leute!

In aller Kürze: Hier findet ihr Produktionsfotos und Pressestimmen zur aktuellen Produktion, mein neues Stück "Die automatische Prinzessin" im Renaissancetheater Wien (Theater der Jugend), sowie den Link zum Trailer.

Zur Online-Kartenverkauf geht's hier - mit dem Hinweis, dass bereits am 13.März 2016 die allerletzte Gelegenheit ist, sich in die Fabelwelt der 1001 entführen zu lassen!

Nicht versäumen! Ich freue mich auf euren Besuch!

Alles Liebe,

Euer Henry 

21. Februar 2016, 19:22 Uhr

017: Auf zur automatischen Prinzessin!

Liebe Leute!

Fühlt euch hiermit herzlich eingeladen zu meinem neuen Stück, "Die Automatische Prinzessin", ein fantastisches Road-Movie nach Motiven aus 1001 Nacht. Zwei Schwestern müssen aus dem elterlichen Wunderladen in Baghdad fliehen und stürzen von einem verrückten Abenteuer ins nächste. Freut euch auf zahllose ineinander verschachtelte Geschichten, die ein herrlich komisches Labyrinth bilden, aus dem die Erzähler selbst nur mit Müh und Not wieder herausfinden. Riesige Vögel, böse Magier, sprechende Köpfe, fliegende Sitzmöbel, geheimnisvolle Kästchen und ein Großmaul von Feuerdschinn erwarten alle ab 6 Jahren - zu sehen ab 12.Februar im Theater der Jugend.

Hier eine kleine Kostprobe aus dem Stück. Auf bald!

 

DER KUNDE

... Wie sah sie aus, diese Zauberlampe?

 

DER ALTE MANN

Die war nichts Besonderes. Ein altes Kupferding. Oder Messing vielleicht? Jedenfalls war sie eckig – oder rund – rund! – oder eckig -

 

DER KUNDE

Nichts Besonderes, sagen Sie?

 

DER ALTE MANN

Warten Sie, ich rufe meine Schwester, die weiß das, warten Sie! - Mabubah! Kommst du? Kundschaft! - Meine kleine Schwester, die ist weniger verkalkt als ich. - Mabubah!

 

EIN ZWEITER SEHR ALTER MANN erscheint

Du brauchst so nicht zu schreien. Ich bin nicht taub.

 

DER ERSTE ALTE MANN

Sag, deine Wunderlampe, damals, aus der Höhle. War die eckig oder rund?

 

DER KUNDE

Das ist Ihre Schwester?

 

DER ERSTE ALTE MANN

Mabubah.

 

DER ZWEITE ALTE MANN

Du sollst mich nicht so vorstellen, das ist verwirrend. Siehst du, er ist verwirrt. Und du, hast du dich vorgestellt? - Nie stellt sie sich vor. Das ist Shadiyyah, meine große Schwester.

 

DER KUNDE

Tut mir leid, aber Sie sehen aus wie zwei alte Männer.

 

DER ZWEITE ALTE MANN

Ja, ja. Ja. Sind wir auch. Männer.

 

DER KUNDE

Aber Sie sind Schwestern.

 

DER ERSTE ALTE MANN

Seit immer schon, Schwestern, ja.

 

DER KUNDE

Und, ähm - Wie kommt das?

 

DER ERSTE ALTE MANN

Ach. Das ist eine lange Geschichte. Da haben Sie sicher besseres zu tun.

 

 

07. Februar 2016, 16:13 Uhr

016: Kommende Spielzeit...

Hallo miteinander!

Ein kurzes Update zu den Produktionen, die in dieser Spielzeit zu sehen sind oder sein werden.

Im Repertoire des Theater des Kindes in Linz ist heuer mein Stück für alle ab 6, "Die Sommernachtsträumer", das in meiner Regie beim SCHÄXPIR Festival 2015 Premiere hatte. Eine Arbeit, die mir sehr viel Freude gemacht hat und die beweist, dass das Bessere nicht zwingend das Größere ist. Die Wiederaufnahme dieser Shakespeare-Nach- und Umdichtung fand bereits im September statt, und Mitte November ist diese Koproduktion mit dem TAK in Liechtenstein auch ebenda zu sehen. Für die aktuellen Spieltermine auf den Stücktitel oben klicken.

Ebenfalls wieder im Repertoire ist unsere letzte Spielzeit ausverkaufte "Zauberer von Oz"-Produktion an der Volksoper Wien. "Eine großartige Liebeserklärung an die Fantasie und das Theater: Mit "Der Zauberer von Oz" landet die Volksoper einen absoluten Hit mit Haltbarkeitsgarantie", schrieb der Kurier anlässlich der Premiere. Auch hier bringt euch ein Klick auf den Stücktitel zu den Spielterminen im November bis Jänner sowie im Juni 2016. 

Einen Tag vor Weihnachten hat meine nächste Produktion Premiere: Ich freue mich auf die Arbeit an Johanna Doderers Oper "Fatima, oder von den mutigen Kindern" im Haupthaus der Wiener Staatsoper. Eine humorvolle und spannende Fabel über den Mut zum Ungehorsam. Es stehen nur fünf Vorstellungen auf dem Programm, und zwar in den Weihnachtsferien (vom 23.12.2015 bis 6.1.2016); wer Interesse hat, sollte rechtzeitig Karten buchen.

Im neuen Jahr sehe ich dann mit großer Vorfreude der Uraufführung meines neuen Stückes "Die automatische Prinzessin" am Wiener Theater der Jugend entgegen, das hoffentlich beim Proben ebensoviel Spaß machen wird, als es beim Schreiben der Fall war. Dieser Reigen von verschachtelten Geschichten, die mit zahlreichen fantastischen Motiven aus der 1001 Nacht spielen, ist für wirklich alle ab 6. Diese Produktion wird (nur) im Februar und März 2016 im Renaissancetheater zu sehen sein. 

Schließlich hat mich Intendant Florian Scholz eingeladen, wieder am Stadttheater Klagenfurt zu inszenieren, und zwar einen meiner Lieblingsautoren. Wir haben Alan Ayckbourns Satire "Familiengeschäfte (A Small Family Business)" ausgewählt, eine wirklich aktuelle, böse Komödie über Korruption und den Anspruch auf Wohlstand. Die "Familiengeschäfte" stehen (nur) im April und Mai 2016 in Klagenfurt auf dem Programm.

Zu allen diesen Produktionen findet ihr auf der "Regie"-Seite dieser Homepage ausführlichere Informationen. 

Ich wünsche einen schönen Herbst und eine spannende Spielzeit 2015/16.

Euer Henry

PS. Zur Nachlese: Bilder und Pressestimmen zu "Die Sommernachtsträumer" und "Die Komödie der Irrungen" (Salzburger Festspiele 2015) sind jetzt online. Viel Vergnügen!

 

12. September 2015, 11:10 Uhr

015: Damals, diesmal, demnächst

Liebe Besucher!

Wenn sich auf einer Homepage länger nichts tut, dann kann es sein, dass es eben nichts Neues zu berichten gibt. Oder dass sich so viel tut, dass man kaum Zeit findet, davon zu berichten. Dreimal dürft ihr raten; zweiteres ist der Fall.

Die schöne Produktion "Ramayana" am Theater der Jugend in Wien ist schon wieder längst abgespielt (aber hier gibt es einen kleinen Rückblick auf die tolle Ausstattung von Vinzenz Gertler und Jan Meier und auf das spielwütige Ensemble).

Inzwischen probe ich eine kleine, aber sehr feine Produktion (dazu gleich mehr) am Linzer Theater des Kindes, wo ich vor über 15 Jahren das erste Mal für Kinder inszenieren durfte. Der ehemalige Kulturchef der ÖONachrichten, Franz Schwabeneder, berief sich im vergangenen April in seiner Laudatio auf die Theater in der Kulturfabrik Helfenberg auf eben diese Produktion (der Anlass war die Zuerkennung des Kulturpreises der Stadt Rohrbach und der Raiffeisenbank für das Theaterprojekt, dessen künstlerische Leitung ich mit John F.Kutil und Brigitta Waschnig innehabe):

„Im Februar des Jahres 2001 hatte im Linzer Theater des Kindes das abenteuerlich witzige Stück „Das Rätsel der gestohlenen Stimmen“ des weltberühmten englischen Dramatikers Alan Ayckbourn Premiere. Die spürsinnige Theaterfrau Waltraut Starck hatte den damals 27-jährigen Henry Mason eingeladen, die Regie zu übernehmen. In den OÖN war nach der österreichischen Erstaufführung zu lesen: „Der Regisseur Henry Mason hat die gewichtige Bühnenschwarte auf etwas mehr als eine Stunde komprimiert und es dennoch verstanden, die Inszenierung in einer schönen Balance aus Ruhe und Rasanz zu halten. Zudem hat Mason in hinreißender Weise vorgeführt, wie reich „armes“ Theater sein kann. Auf der schwarz ausgehängten Bühne braucht er: 2 Hocker, 1 Tuch, 1 Rahmen, 1 Leiter, alles rostbraun gestrichen.“ Und später im Text: „Mit Szenen wie im Musikzimmer oder in der Ahnengalerie zeigt Henry Mason schlichtweg meisterhafte, pointierte kleine Theaterbilder.“ So ganz unter uns: Die Kritik habe ich damals geschrieben. So ganz fundamental daneben wird diese Beurteilung schon nicht gewesen sein, wenn ich den Berufsweg des Szenikers mit Interesse und großer Zuneigung mit verfolgt habe.
Apropos “Ganz unter uns“: Alan Ayckbourn, dieser Molière unserer Tage, hat Henry Mason, der bekanntlich in der Zwischenzeit zu einer Regiegröße gereift und in die internationale Theaterwelt, so zum Beispiel zu den Salzburger Festspielen ausgebüchst ist, nicht losgelassen. Er ist heimgekommen nach Helfenberg, um hier für das Theater in der Kulturfabrik Ayckbourns abgründige Komödie „Ganz unter uns“ zu inszenieren - ein Riesenerfolg im vergangenen Jahr.
Ich habe die alte Geschichte um den jungen Henry Mason deshalb so sorgsam erzählt, weil sich in seiner Person das spiegelt, was seit gut und gerne acht Jahren in der Theaterfabrik Helfenberg leuchtet und blüht: die Verschmelzung von Regionalität und Weltläufigkeit.“

Genau in diesem Sinne arbeite ich sehr gerne wieder am Theater des Kindes (www.theater-des-kindes.at), wo seit vielen Jahren ein engagiertes Team um Andreas Baumgartner und Helen Isaacson mit geringen finanziellen Mitteln und kleinem Stab immer wieder kleine (Theater)Wunder auf die Beine stellen, wofür ihnen heuer auch der Bühnenkunstpreis des Landes OÖ verliehen wurde.

Andreas hat mich gebeten, einen „Sommernachtstraum“ für die Kleinen (6-10 Jahre) zu schreiben und zu inszenieren, das Resultat heißt „Die Sommernachtsträumer“ und macht bei den aktuellen Proben wirklich enorm viel Spaß. Zur Uraufführung kommt dieser masonsche Shakespeare (oder shakespearsche Mason) passenderweise im Rahmen des diesjährigen SCHÄXPIR Theaterfestivals für junges Publikum (www.schaexpir.at) und läuft in der kommenden Spielzeit im Repertoire weiter.

Ebenfalls auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen für mein größtes Projekt in dieser Spielzeit, William Shakespeares „Komödie der Irrungen“, das am 1.August auf der Perner Insel bei den Salzburger Festspielen Premiere haben wird, sowie diverse Vorarbeiten für die nächste Spielzeit.

Ab 23.Dezember 2015 wird nämlich erstmals eine Arbeit von mir an der Wiener Staatsoper zu sehen sein: Ich habe die Freude, die Uraufführung von Johanna Doderer und René Zisterers spannender Kinderoper „Fatima, oder Von den mutigen Kindern“ dort im Großen Haus inszenieren zu dürfen (hier der Link dazu, und demnächst mehr). 

Es folgen 2016 im Februar eine weitere Zusammenarbeit mit dem Theater der Jugend und im April freue ich mich besonders auf eine weitere Alan-Ayckbourn-Komödie: Intendant Florian Scholz hat mich ans Stadttheater Klagenfurt geladen, um dort Die bessere Hälfte (How the Other Half Loves) in Szene zu setzen.

Ihr seht, mir wird nicht langweilig! In diesem Sinne bedanke ich mich für Euer Interesse und Eure positive Unterstützung und stürze mich wieder kopfüber in die Arbeit. Mögen sich viele schöne Dinge daraus ergeben!

Bis bald,
Euer Henry

17. Mai 2015, 11:32 Uhr

014: Zwischenstopp in Kansas

Liebe Leute!

"Der Zauberer von Oz" feierte am 6.12.2014 seine erfolgreiche Premiere an der Wiener Volksoper. Es war ein Vergnügen, an diesem Stück zu arbeiten; meinen ganz herzlichen Dank noch mal an das großartige Produktionsteam, den kongenialen Cast sowie an alle Abteilungen der Volksoper, die mit Leidenschaft und Fantasie die große Aufgabe meisterten, die Wunderwelten von Oz auf die Bühne zu bringen. Wie ihr den Kritiken entnehmen könnt (siehe "Zauberer von Oz/Pressestimmen"), scheinen wir hier einen Volltreffer gelandet zu haben. Selten so einhellig begeisterte Reaktionen erlebt. Freude! Was mich betrifft, so ist die eigentliche Freude, so viele nette und begabte neue Kollegen - und natürlich die Volksoper selbst - kennengelernt zu haben.

Die heurige Serie scheint bereits so gut wie ausverkauft zu sein, aber die Produktion kommt in der nächsten Spielzeit wieder.

Nach diesem Abenteuer hinter dem Regenbogen bin ich inzwischen wieder zuhause in Kansas, sprich: an meinem Schreibtisch, pflege eine Erkältung und denke an meine nächsten Projekte. 

Inzwischen darf ich das Projekt bei den Salzburger Festspielen kommenden Sommer benennen: Ich werde auf der Perner Insel in Hallein Shakespeares "Komödie der Irrungen" inszenieren. In den Hauptrollen der Antipholus- bzw- der Dromio-Zwillinge werden Thomas Wodianka und Florian Teichtmeister zu sehen sein. Die spannende Bühnenlösung verantwortet Michaela Mandel, die Kostüme wird Jan Meier entwerfen. Neu in meinem Produktionsteam sind Patrick Lammer (Musikalische Leitung) und Simon Eichenberger (Choreographie) - auf diese Zusammenarbeit freue ich mich sehr.

Jetzt verbringe ich aber (mit Winterferienauszeit) die nächsten achte Wochen hinter dem Schreibtisch und bereite erst einmal die "Ramayana" und "Die Sommernachtsträumer" vor (mehr dazu: siehe vorherigen Blogeintrag). 

Danke für Euer Interesse an meiner Arbeit, herzliche Grüße und eine ruhige, erholsame Weihnacht!

Euer Henry

09. Dezember 2014, 12:16 Uhr